Gut zu wissen
Häufige Fragen
Hier finden Sie kurze, verständliche Antworten auf häufige Fragen rund ums Zuhause – von Förderung über Naturschutz bis zu Technik und Sicherheit.
Wohnen & Alltag
10 Fragen
Wie beuge ich Schimmel in der Wohnung vor?
Regelmäßig stoßlüften, ausreichend heizen und Feuchtequellen beseitigen. Stellen Sie Möbel nicht direkt an kalte Außenwände. Kleine Schimmelstellen lassen sich oft selbst entfernen – wichtig ist, die Ursache zu finden. Größerer Befall gehört in die Hände eines Fachbetriebs.
Wie lüfte ich richtig?
Mehrmals täglich stoßlüften – Fenster für einige Minuten ganz öffnen, idealerweise quer durch die Wohnung. Das tauscht die feuchte Luft schnell aus, ohne die Wände auszukühlen. Dauerhaft gekippte Fenster sind dagegen ineffizient und begünstigen Schimmel an den Laibungen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist in Wohnräumen ideal?
In der Regel liegt der Wohlfühlbereich bei etwa 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchte. Ein einfaches Hygrometer hilft bei der Kontrolle. Dauerhaft höhere Werte begünstigen Schimmel, deutlich niedrigere können die Schleimhäute reizen – beides lässt sich über Lüften und Heizen steuern.
Was tun gegen beschlagene Fenster?
Beschlag entsteht, wenn feuchte Raumluft auf kalte Scheiben trifft. Hilfreich sind regelmäßiges Stoßlüften, ausreichendes Heizen und das Vermeiden hoher Luftfeuchte, etwa durch Abdecken kochender Töpfe. Bleibt es dauerhaft nass, kann auch eine undichte Stelle die Ursache sein.
Was hilft gegen Zugluft an Fenstern und Türen?
Oft genügen selbstklebende Dichtungsbänder an den Flügeln oder eine Zugluftbürste unten an der Tür. Das steigert den Komfort und spart Heizenergie. Zieht es trotz Dichtung stark, müssen Beschlag oder Fenster nachjustiert oder langfristig erneuert werden.
Wie werde ich Mäuse im Haus los?
Zuerst Eintrittsstellen an Kellerfenstern, Türspalten und Leitungsdurchführungen mit engmaschigem Metall verschließen und Lebensmittel unzugänglich lagern. Bei einzelnen Tieren helfen Schlagfallen an den Laufwegen. Breitet sich der Befall aus, sollte ein Schädlingsbekämpfer ran.
Wie sichere ich meine Wohnung, wenn ich verreise?
Alle Fenster und Terrassentüren schließen und die Haustür zweifach abschließen, nicht nur zuziehen. Zeitschaltuhren für Licht täuschen Anwesenheit vor. Reisepläne besser nicht öffentlich in sozialen Netzwerken teilen – und Nachbarn können den Briefkasten leeren.
Was tun, wenn in der Wohnung der Strom ausfällt?
Zuerst prüfen, ob nur ein Stromkreis betroffen ist: den Sicherungskasten kontrollieren und einen ausgelösten Schalter wieder einschalten. Lässt er sich nicht halten oder ist die ganze Wohnung dunkel, kann eine Störung im Haus oder beim Netzbetreiber vorliegen – im Zweifel eine Elektrofachkraft hinzuziehen.
Wie nutze ich kleine Räume besser?
Helle Farben, viel Licht und Spiegel lassen Räume größer wirken. Multifunktionale Möbel und Stauraum in der Höhe – etwa hohe Regale oder Hängeschränke – schaffen Platz. Weniger, dafür gut platzierte Möbel wirken oft luftiger als viele kleine Stücke.
Wie schütze ich mein Zuhause vor Einbruch?
Mechanik zuerst: geprüfte, einbruchhemmende Türen und Fenster nach DIN EN 1627, mindestens Widerstandsklasse RC 2. Eine Alarmanlage ergänzt den Schutz, ersetzt ihn aber nicht. Die Polizei berät kostenlos und neutral, und für Nachrüstungen gibt es Förderung der KfW.
Sanieren & Modernisieren
10 Fragen
Wo fange ich bei einer Sanierung an?
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Wo verliert das Haus Energie, wo gibt es Schäden? Eine Energieberatung oder ein individueller Sanierungsfahrplan hilft, Maßnahmen sinnvoll zu ordnen. Oft lohnt es, mit der Gebäudehülle – Dach, Fenster, Außenwand – zu beginnen, bevor die Technik folgt.
Was bedeutet energetische Sanierung?
Darunter fallen Maßnahmen, die den Energieverbrauch des Gebäudes senken: Dämmung von Dach, Fassade und Keller, neue Fenster, eine effizientere Heizung oder eine Lüftungsanlage. Ziel ist weniger Heizenergie bei mehr Wohnkomfort. Für viele Maßnahmen gibt es Förderung.
Lohnt sich eine Dämmung?
In der Regel ja: Eine gute Dämmung senkt die Heizkosten, verbessert den Wohnkomfort und beugt Schimmel an kalten Wänden vor. Welche Maßnahme sich am meisten rechnet, hängt vom Gebäude ab – eine Energieberatung schafft Klarheit, und über die BEG gibt es Förderung.
Welche Fenster passen zu meinem Haus?
Moderne Fenster sind in der Regel zwei- oder dreifach verglast und deutlich dichter als alte. Wichtig sind ein niedriger U-Wert, ein fachgerechter Einbau und die Abstimmung auf die Wand – sonst droht Schimmel an der Laibung. Bei denkmalgeschützten Häusern gelten besondere Vorgaben.
Woran erkenne ich, dass das Dach saniert werden muss?
Anzeichen sind verrutschte oder poröse Ziegel, feuchte Stellen und Stockflecken im Dachgeschoss, bröckelnder Putz an Schornstein oder Giebel sowie ein spürbar zugiges, kaltes Obergeschoss. Eine regelmäßige Sichtprüfung – auch nach Stürmen – deckt Probleme früh auf.
Wie erkenne ich aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk?
Typisch sind feuchte, dunkle Ränder im unteren Wandbereich, abplatzender Putz, weiße Salzausblühungen und ein muffiger Geruch. Eine Feuchtemessung zeigt, wie stark und wie hoch die Wand durchfeuchtet ist – die Grundlage für die passende Gegenmaßnahme.
Wie bekomme ich einen feuchten Keller trocken?
Zuerst die Ursache klären, am besten per Feuchtemessung. Je nach Befund helfen eine nachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte, eine Bautrocknung oder eine Abdichtung von außen. Pauschale Komplettangebote ohne vorherige Analyse sind ein Warnsignal.
Wie oft sollte die Dachrinne gereinigt werden?
Mindestens einmal im Jahr, am besten im Herbst nach dem Laubfall – bei vielen Bäumen in der Nähe auch öfter. Dabei lassen sich Fallrohre und Einläufe gleich mitkontrollieren. Weil Arbeiten in der Höhe gefährlich sind, übernimmt das am besten ein Fachbetrieb mit Absturzsicherung.
Kann ich im Winter sanieren?
Innenarbeiten sind ganzjährig möglich. Arbeiten an Fassade, Putz oder Dämmung sind dagegen oft frostempfindlich und brauchen Mindesttemperaturen. Fachbetriebe planen solche Arbeiten deshalb bevorzugt in die wärmere Jahreszeit oder schützen die Baustelle entsprechend.
Lohnt sich eine Lüftungsanlage?
In gut gedämmten, sehr dichten Häusern sorgt eine kontrollierte Wohnraumlüftung für frische Luft und beugt Schimmel vor, ohne dass man ständig selbst lüften muss. Mit Wärmerückgewinnung lässt sich zusätzlich Heizenergie sparen. Ob sie sich lohnt, hängt von Gebäude und Nutzung ab.
Heizung & Energie
10 Fragen
Welche Heizung passt zu mir?
Das hängt von Gebäude, Dämmzustand und vorhandenen Heizflächen ab. Wärmepumpen eignen sich besonders für gut gedämmte Häuser, während Hybridlösungen oder der Anschluss an ein Wärmenetz Alternativen sein können. Eine unabhängige Beratung klärt, was zu Ihrem Haus passt – auch mit Blick auf Förderung.
Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten in gut gedämmten Gebäuden mit großflächigen Heizflächen wie einer Fußbodenheizung. Eine fachkundige Beratung vorab klärt, ob Ihr Haus geeignet ist. Fördermittel sollten vor der Auftragsvergabe beantragt werden.
Wie senke ich meine Heizkosten?
Oft helfen schon kleine Schritte: Heizkörper entlüften und freihalten, die Vorlauftemperatur senken, nachts und bei Abwesenheit herunterregeln sowie Rollläden nutzen. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass alle Räume gleichmäßig warm werden – das spart spürbar Energie.
Was bringt ein hydraulischer Abgleich?
Dabei wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die richtige Wassermenge bekommt. Das Ergebnis: gleichmäßige Wärme, weniger Verbrauch und oft leisere Heizkörper. Für viele Förderungen ist der Abgleich ohnehin Voraussetzung.
Wie heize ich im Winter energiesparend?
Räume nur so warm halten wie nötig und selten genutzte Zimmer etwas kühler – aber nicht ganz auskühlen lassen, damit kein Schimmel entsteht. Richtig stoßlüften statt Fenster kippen, Heizkörper nicht zustellen und Thermostate sinnvoll einstellen. Nachts darf es etwas kühler sein.
Was ist ein E-Check – und wann ist er sinnvoll?
Beim E-Check prüft eine Elektrofachkraft die fest installierte Elektrik und die Geräte auf Sicherheit und dokumentiert das Ergebnis. Besonders sinnvoll ist das in älteren Gebäuden, beim Immobilienkauf oder wenn eine Wallbox oder Solaranlage hinzukommt.
Wie finde ich Stromfresser im Haushalt?
Ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät zeigt den Verbrauch einzelner Geräte. Häufige Fresser sind alte Kühl- und Gefriergeräte, Heizlüfter und Geräte im Dauer-Standby. Eine abschaltbare Steckdosenleiste und der Austausch alter Geräte senken den Verbrauch oft deutlich.
Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?
Ja. Jedes Steckersolargerät muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Die früher zusätzlich nötige Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt für Balkonkraftwerke seit 2024 – die Bundesnetzagentur informiert den Netzbetreiber automatisch.
Muss ich meine Solaranlage anmelden?
Ja. Photovoltaikanlagen müssen im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden, und für größere Dachanlagen ist zusätzlich der Netzbetreiber einzubinden. Den Großteil übernimmt in der Regel der Installationsbetrieb. Für Balkonkraftwerke ist die Meldung inzwischen vereinfacht.
Lohnt sich ein Stromspeicher zur Solaranlage?
Ein Speicher erhöht den Anteil des selbst genutzten Solarstroms, weil er Strom vom Tag für den Abend verfügbar macht. Ob sich das rechnet, hängt von Anlagengröße, Verbrauch und Preisen ab. Sinnvoll ist er vor allem, wenn viel Strom am Abend gebraucht wird.
Natur & Garten
10 Fragen
Darf ich ein Vogelnest entfernen?
Nur eingeschränkt. Besetzte Nester mit Eiern oder Jungvögeln sind tabu. Alte Nester in selbst aufgehängten Nistkästen dürfen nach der Brutzeit entfernt werden. Schwalbennester stehen ganzjährig unter Schutz – auch wenn sie leer sind. Im Zweifel fragen Sie die untere Naturschutzbehörde.
Darf ich ein Wespennest selbst entfernen?
Gewöhnliche Wespennester dürfen nur bei triftigem Grund entfernt werden, etwa bei einer Allergie; ab dem Herbst sind sie meist ohnehin verlassen. Hornissen, Hummeln und Wildbienen sind streng geschützt – hier ist eine Genehmigung Pflicht, und Verstöße können teuer werden. Gift oder Ausräuchern sind gefährlich und nicht erlaubt.
Sind Hummeln und Wildbienen geschützt?
Ja. Hummeln und alle Wildbienen zählen zu den besonders geschützten Arten. Ihre Nester dürfen nicht einfach entfernt oder zerstört werden; dafür wäre eine Genehmigung der Naturschutzbehörde nötig. Meist lässt sich ein Nest aber gut tolerieren – die Tiere sind friedlich und wichtige Bestäuber.
Wann darf ich Hecken und Bäume schneiden?
Ein radikaler Rückschnitt oder das Fällen von Hecken, Gebüschen und Bäumen außerhalb des Waldes ist zwischen dem 1. März und dem 30. September verboten (§ 39 Bundesnaturschutzgesetz) – zum Schutz brütender Vögel. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt. Einzelne Bundesländer können den Zeitraum leicht abweichend regeln.
Wie helfe ich Vögeln im Garten?
Heimische Sträucher und Bäume bieten Nahrung und Nistplätze, eine flache Wasserstelle hilft beim Trinken und Baden. Nistkästen ersetzen fehlende Naturhöhlen. Im Winter unterstützt eine hygienische Fütterung an sauberen Futterstellen. Katzen sollte man den Zugang zu Nistplätzen erschweren.
Was tun bei einem Marder im Dach?
Ein Marder darf nicht einfach gefangen oder getötet werden – die Regeln richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Dauerhaft wirksam ist ohnehin nur, alle Einstiege gründlich zu verschließen; dazu kommen Vergrämung mit Geräuschen oder Gerüchen und ein Marderschutz am Auto. Wichtig: keine Jungtiere einschließen. Bei hartnäckigem Befall hilft ein Fachbetrieb mit Erfahrung.
Wie lege ich einen insektenfreundlichen Garten an?
Heimische, blühende Pflanzen mit Blühzeiten über das ganze Jahr bieten Nahrung für Bienen und Schmetterlinge. Eine wilde Ecke, Totholz und ein Stück ungemähte Wiese schaffen Lebensraum. Auf Torf und chemische Pflanzenschutzmittel sollte man möglichst verzichten.
Darf ich Regenwasser im Garten nutzen?
Ja, das Sammeln von Regenwasser in Tonnen oder Zisternen zum Gießen ist erlaubt und schont Trinkwasser. Für die Nutzung im Haus gelten besondere technische Regeln und eine strikte Trennung vom Trinkwassernetz. Offene Behälter sollten gegen Mücken abgedeckt sein.
Was kann ich gegen Staunässe im Garten tun?
Staunässe entsteht bei verdichtetem oder lehmigem Boden. Auflockern, das Einarbeiten von Sand und Kompost sowie das Anlegen von Drainagen verbessern den Abfluss. Pflanzen sollten zum Standort passen – manche vertragen feuchte Böden besser als andere.
Wie entsorge ich Gartenabfälle richtig?
Kleinere Mengen lassen sich gut kompostieren und werden so zu wertvollem Humus. Größere Mengen gehören in die Biotonne oder auf den Wertstoffhof. Das Verbrennen im Garten ist in den meisten Gemeinden verboten oder stark eingeschränkt – die Regeln legt die Kommune fest.
Förderung & Kosten
10 Fragen
Welche Förderung gibt es für die Sanierung?
Energetische Sanierungen werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) von BAFA und KfW unterstützt – als Zuschuss oder Kredit. Wichtig: den Antrag immer vor der Auftragsvergabe stellen und bei Bedarf eine Energieberatung einbinden. Die konkreten Konditionen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand.
Wer fördert den Heizungstausch?
Der Austausch alter Heizungen gegen klimafreundliche Technik wie eine Wärmepumpe wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt, abgewickelt über die KfW. Höhe und Bedingungen ändern sich; den Antrag stellt man vor der Auftragsvergabe. Eine Beratung klärt die aktuellen Möglichkeiten.
Wann muss ich den Förderantrag stellen?
In aller Regel vor der Auftragsvergabe beziehungsweise vor Beginn der Maßnahme. Wer vorher Verträge unterschreibt oder loslegt, verliert meist den Anspruch. Deshalb gilt: erst informieren und beantragen, dann beauftragen. Bei manchen Programmen ist eine Fachberatung vorgeschrieben.
Kann ich Handwerkerkosten von der Steuer absetzen?
Ja. 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten – nicht des Materials – lassen sich von der Steuer absetzen, wenn Sie per Überweisung zahlen und eine Rechnung vorliegt. Eingetragen wird der volle Rechnungsbetrag in der Anlage „Haushaltsnahe Aufwendungen".
Welche Kosten kann ich sonst steuerlich geltend machen?
Neben Handwerkerleistungen lassen sich haushaltsnahe Dienstleistungen wie Reinigung, Gartenpflege oder Winterdienst anteilig absetzen. Für energetische Sanierungen am selbst genutzten Eigenheim gibt es zudem einen eigenen Steuerbonus über mehrere Jahre. Voraussetzung sind jeweils eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung.
Kann ich Förderung und Steuervorteil kombinieren?
Für dieselbe Maßnahme nicht doppelt. Sie müssen sich entscheiden: entweder die staatliche Förderung in Anspruch nehmen oder die Kosten steuerlich absetzen. Welcher Weg günstiger ist, hängt vom Einzelfall ab – eine Beratung hilft beim Vergleich.
Was ist ein Energieeffizienz-Experte?
Das sind qualifizierte, gelistete Fachleute für Energieberatung und Baubegleitung. Für viele Förderprogramme ist ihre Einbindung Voraussetzung. Sie erstellen unter anderem einen individuellen Sanierungsfahrplan und bestätigen, dass Maßnahmen die geforderten Standards erfüllen.
Gibt es Förderung für Einbruchschutz?
Ja. Nachträgliche Maßnahmen zum Einbruchschutz in bestehenden Wohngebäuden werden von der KfW gefördert. Der Antrag ist vor Beginn zu stellen. Welche Bauteile förderfähig sind, legt das Programm fest – eine vorherige Prüfung lohnt sich, ebenso die kostenlose Beratung der Polizei.
Was wird beim barrierefreien Umbau gefördert?
Für altersgerechtes Umbauen gibt es Zuschuss und Kredit der KfW. Liegt ein Pflegegrad vor, kann zusätzlich die Pflegekasse einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen leisten. Auch hier gilt: erst den Antrag stellen, dann umsetzen.
Lohnt sich eine Energieberatung?
In der Regel ja. Eine unabhängige Energieberatung zeigt, welche Maßnahmen am meisten bringen, in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind und welche Förderung infrage kommt. Die Beratung selbst wird häufig bezuschusst und verhindert teure Fehlentscheidungen.
Handwerk & Notfall
10 Fragen
Was kann ich selbst reparieren – und was nicht?
Kleinigkeiten wie ein tropfender Wasserhahn, ein verstopfter Abfluss, ein Dübel in der Wand oder das Streichen gelingen mit etwas Geschick selbst. Arbeiten an Strom, Gas, tragenden Bauteilen oder Druckleitungen gehören dagegen aus Sicherheits- und Haftungsgründen in Fachhände.
Darf ich Elektroarbeiten selbst erledigen?
Fest verlegte Elektroinstallationen dürfen nur eingetragene Fachbetriebe ausführen. Einfache Handgriffe wie eine Glühbirne oder eine Steckdosenleiste wechseln sind unproblematisch – alles, was in die feste Leitung eingreift, gehört aus Sicherheitsgründen in Fachhände.
Wie finde ich einen guten Fachbetrieb?
Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis, Bewertungen und die Verzeichnisse von Innungen und Handwerkskammern sind gute Anhaltspunkte. Seriöse Betriebe geben einen nachvollziehbaren Kostenvoranschlag, nennen Referenzen und drängen nicht. Holen Sie bei größeren Aufträgen ruhig mehrere Angebote ein.
Woran erkenne ich einen seriösen Notdienst?
Ein seriöser Betrieb nennt vorab eine Einschätzung zu Anfahrt und Stundensatz, stellt eine nachvollziehbare Rechnung und drängt nicht zu unnötigen Arbeiten. Vorsicht bei stark überhöhten Notfallpreisen oder Barzahlung ohne Beleg – im Zweifel ein zweites Angebot einholen.
Was gehört in einen Kostenvoranschlag?
Ein guter Kostenvoranschlag listet Arbeitsleistung, Material, Anfahrt und Mehrwertsteuer getrennt auf und beschreibt den Umfang der Arbeiten. So lassen sich Angebote vergleichen. Wichtig ist auch die Frage: fester Preis oder Schätzung? Bei einer Schätzung darf der Endbetrag nur begrenzt überschritten werden.
Wer haftet für Schäden durch Handwerker?
Für Schäden, die ein Betrieb bei der Arbeit verursacht, haftet grundsätzlich der Betrieb – eine Betriebshaftpflicht sollte vorhanden sein. Mängel an der Leistung müssen Sie reklamieren; der Betrieb hat ein Recht auf Nachbesserung. Dokumentieren Sie Schäden am besten mit Fotos.
Was tun bei einem Rohrbruch oder Wasserschaden?
Zuerst die Wasserzufuhr schließen – am nächstgelegenen Absperrhahn oder am Haupthahn. Ist Elektrik betroffen, die zugehörige Sicherung herausnehmen. Fotografieren Sie den Schaden, bevor Sie aufräumen, und informieren Sie zeitnah die Versicherung. Für die Reparatur ist ein Fachbetrieb gefragt.
Was tun bei einem verstopften Abfluss?
Zuerst mit Saugglocke oder Reinigungsspirale arbeiten – das löst viele Verstopfungen. Heißes Wasser hilft bei leichten Fällen; aggressive chemische Rohrreiniger belasten dagegen Rohre und Umwelt. Sitzt die Verstopfung tiefer, hilft ein Fachbetrieb mit passender Technik.
Was tun bei Gasgeruch?
Sofort keine Schalter, Stecker oder offenes Feuer betätigen, Fenster öffnen, wenn möglich den Gashahn schließen und das Gebäude verlassen. Von außen den Notruf und den Netzbetreiber informieren. Gasgeruch ist immer ein Notfall – hier zählt schnelles, ruhiges Handeln.
Wie bereite ich mich auf einen Handwerkertermin vor?
Räumen Sie den Arbeitsbereich frei und sorgen Sie für Zugang zu Anschlüssen und Zählern. Halten Sie Unterlagen zu Geräten oder zum Gebäude bereit und schildern Sie das Problem möglichst genau. Das spart Zeit – und Zeit ist bei Handwerkern bares Geld.